Ammersee

Die weite Wasseroberfläche mit Blick auf die Alpen im Süden und ein größtenteils bewaldetes Ufer – der Ammersee hat etwas Magisches, ein Spaziergang hier ist beinahe wie Meditation. Kein Wunder, dass so viele von einem „Kraftort“ sprechen.

Ammersee - Besonderes erleben

Wenn Sie sich die Frage stellen: „Was ist das Besondere am Ammersee?“, erwarten Sie bei Ihrem Besuch charmante Cafés und originelle Ateliers. Vor allem in den Dörfern des Westufers spürt man die kreative Künstleratmosphäre des eher lässigen Ammersees. Im Gegensatz zum herrschaftlichen Starnberger See mit seinen Schlössern, Villen und dem mondänen Flair, geht es hier recht entspannt und leger zu. Und doch steht der Ammersee, früher auch Bauernsee genannt, seinem Nachbarn „Fürstensee“ in nichts nach: Mit 10 Kilometern gibt es hier die längste Seepromenade Deutschlands mit Badeplätzen, vielen Einkehrmöglichkeiten und legendären Sonnenuntergängen. Kunsthandwerk und Design sind ebenfalls typisch für den See und dazu das berühmte Kloster Andechs, das als ältester Wallfahrtsort Bayerns oberhalb von Herrsching auf dem Heiligen Berg thront.

Ammersee - die Geschichte

20.000 Jahre wird uns der Ammersee auf jeden Fall erhalten bleiben, bis der sogenannte Zungenbeckensee aus dem abgeschmolzenen Loisachgletscher der letzten Eiszeit vollständig verlandet ist. So lange reicht es noch für jede Menge Badespaß mit Alpenblick! Schon vor über 120 Jahren wurde die Bahnstrecke München-Herrsching eingeweiht. Seit die Königlich Bayerischen Staatsbahnen 1903 den Betrieb aufnahmen, wurde aus dem beschaulichen See mit seinen kleinen Fischerdörfern schnell ein Lieblings-Ausflugsziel der Münchner. Bereits 10 Jahre später war die Verbindung so überlastet, dass ein zweites Gleis notwendig wurde und die gesamte Strecke bis 1925 elektrifiziert wurde.
Bis heute ist die Anziehungskraft des Ammersees ungebrochen: am Westufer tummeln sich Ausflügler aus Augsburg, am Ostufer baden Sommerfrischler aus der Landeshauptstadt. Doch wer nicht gerade am Sonntagnachmittag kommt, findet immer noch eine Menge schöner und vor allem entspannter Orte.

Für den Ort Riederau gibt es sogar einen Rundgang zur Ortshistorie.

Was kann man am Ammersee machen?

Eine Fahrt mit den traditionellen Schaufelraddampfern der Bayerischen Seenschifffahrt ist sicher die gemütlichste und komfortabelste Art, den See zu bewundern. Wer will, kann an vielen Orten auch selbst ein Ruder- oder Elektroboot ausleihen, Picknicksachen einpacken und die Stille auf dem Wasser abseits des Trubels genießen.
Ein echter Klassiker ist natürlich auch die Wanderung von Herrsching durchs Kiental zum Bräustüberl des Kloster Andechs, um dort ein kühles Bier zu trinken und über die hügeligen Wiesen auf die Berge zu blicken.

Sportliche Aktivitäten am Ammersee

Wer es sportlicher mag, umrundet den Ammersee mit dem Fahrrad und bekommt so den besten Eindruck von seiner Vielfalt. Ein Stopp in Dießen, das für seinen Töpfermarkt, das Zinngießer-Handwerk und sein barockes Marienmünster bekannt ist, ist auf jeden Fall zu empfehlen. In Utting, weiter nördlich am Westufer, kann man sich richtig austoben und zum Beispiel vom hölzernen 10 Meter hohen Sprungturm ins Wasser stürzen, wo Iris Schmidbauer, Deutschlands bekannteste Klippenspringerin ihre Kindheit verbracht hat. Alternativ lässt es sich im Ammersee Hochseilgarten klettern und balancieren oder später im Sommer Wege durch das Maisfeld-Labyrinth erkunden – hier ist wirklich für jeden was dabei.

Badeplätze, schöne Eisdielen und Minigolfanlagen gibt es selbstverständlich fast in jedem Ort – wer den Schläger lieber auf Grün schwingt, macht einen Abstecher zum Golfclub Hohenpähl  – die Anlage bietet echte Herausforderungen und einen wunderbaren Panoramablick. 

Fahrradtour am Ammersee

Einmal rund um den ganzen Ammersee – das dauert mit dem Fahrrad gut drei Stunden. Knapp 50 Kilometer legt man dabei zurück, langweilig wird es aber auf keinen Fall. Am besten plant man einige Bade- und Einkehrstopps ein und macht aus der Tour einen Tagesausflug. Start der Runde ist Herrsching, von dort geht es fast immer direkt am Seeufer entlang bis nach Fischen. Im Süden des Sees wechselt man dann auf die Straße und radelt die Birkenallee entlang nach Dießen am Ammersee, eine charmante Marktgemeinde, die für ihr Kunsthandwerk weithin bekannt ist. Das gesamte Westufer hat mit Riederau, Utting und Schondorf sehr hübsche Dörfer mit tollen Strandbädern und netten Cafés. Ganz im Norden in Stegen kann man in Biergarten und Strandbar sogar unmittelbar am Wasser sitzen und hat einen fantastischen Blick Richtung Süden. Danach führt der Weg ein Stück vom Ufer weg nach Inning, von dort nach Breitbrunn und anschließend etwas ins Hinterland durch die beschaulichen Weiler Ellwang und Rausch, wo die Hühner auf der Straße laufen -  eine besonders idyllische Ecke. Zurück am Startpunkt empfiehlt sich ein Sundowner-Getränk an der Seepromenade, um mit etwas Glück einen der legendären Sonnenuntergänge in der Herrschinger Bucht zu genießen.

Weitere Informationen zur Tour

 

Länge: 15,2 km

Max. Breite: 5,3 km

Fläche: 47 km²

Max. Tiefe: 81 m